6 Jahre Product Owner Community: Was wirklich gefragt ist

Sechs Jahre Product Owner Community. Aus den Sessions unserer Events lassen sich jetzt übergreifende Themen ablesen, die Product Owner tatsächlich beschäftigen. Vorsicht, dabei gibt es ein Delta: Was in den nächsten Jahren garantiert auf Dich zukommt.

Ein Thread für Product People.🧵⬇️

Zunächst die Evergreens: Priorisierung, Kennzahlen und Roadmaps. Wie geht das? Welche Daten muss ich liefern? Wie von Roadmap zum Ziel gelangen?

Was Roadmaps angeht – die sind kein Release Plan. Toby Rogers hat gute Quellen dazu in einem eigenen Thread gesammelt.

Und Vorsicht mit den Metriken, „Du bist, was Du misst.“

Tools: 70 bis 80 Prozent der Product People nutzen Jira als zentrales Werkzeug, um ihre Prozesse abzubilden. Einmal darin verfangen, ist es die Datenquelle für relevante Metriken schlechthin. Das ist bequem. Product Ownership und agiles Requirement nimmt es Dir aber nicht ab.

Product Discovery: Wer dachte, das sei mit der Design-Thinking-Welle der letzten Jahre durch, irrt. Discovery ist aktueller, denn je. Nicht nur für Produkte, auch für Features.

«What if we found ourselves building something that nobody wanted? In that case what did it matter if we did it on time and on budget?»

— Eric Ries

Risikomanagement: Fail fast, fail often. Aber wohin mit den technischen Schulden? Und wie lässt sich das z.B. in Scrum abbilden? Lesetipp unter anderem Risiko-Management im agilen Kontext (produktbezogen.de).

Teams: Product Owner im großen Team? Vielleicht sogar verteilt über Standorte, Landesgrenzen, Kontinente hinweg? Oder bei richtig großen Produkten im Verbund mit weiteren POs (Features, Komponenten, …) organisiert?

Stakeholdermanagement: Umgang mit der gegenseitigen Erwartungshaltung, das Vermitteln von Interessen. Das täglich‘ Brot der Produktverantwortlichen. Oft Teil des Lernprozesses: Wer Deine wirklichen Kunden sind. 😉 Näheres auch in Stakeholder-Management, aber wie? von Mario Gregor (mayflower.de).

Agil, Scrum und Co.: Die Grauzone, in der sich allgemeine agile Grundlagen und die Verantwortungsbereiche von Product Ownern, Scrum Mastern (und anderen Rollen) vermischen. Oder sich untergraben: Hat es nicht einen Grund, weshalb das voneinander unabhängige Rollen sind?

Zusammengefasst die immer wiederkehrenden Themen, die wir in unserer Product Owner Community beobachten:

  • Priorisierung, Kennzahlen und Roadmaps
  • Tools
  • Product Discovery
  • Risikomanagement
  • Arbeit in und mit Teams
  • Stakeholdermanagement
  • Agiles Vorgehen

Fachlich sehen wir in unseren Projekten bei Mayflower (und auch in Gesprächen mit Euch) aber noch weitere Anforderungen. Hier, was die nächsten Jahre auf Dich zukommt:

Software: Produkte werden zunehmend digital (APIs), Legacy muss modernisiert werden (Architektur) und Dienstleistungen wollen raus aus der analogen Welt, rein in den Online-Kosmos. Software prägt also das Produkt – was muss der Product Owner davon kennen? Und was genügt als Transferleistung aus dem Dev-Team?

Produktmanagement: Wie sieht es mit Alignment aus, gerade bei großen Produkten mit vielen Product Ownern? Kein neues Thema (Roman Pichler schrub schon 2016 über Scaling The Product Owner Role), aber noch immer aktuell.

Und wieder Teams, aus Perspektive der Organisation: Wie geht man mit wechselnden Teams um? Und wie mit neuen Teams – cross-funktionale Konstellationen liegen im Trend und die Praxis zeigt: es kann bis zwei Jahre dauern, bis ein frischer Teamschnitt zusammenwächst. Von dem wir wissen, dass er beispielsweise auch die zugrunde liegende Architektur prägt (und hier wieder das Wechselspiel mit der eben genannten Anforderung an Softwarekenntnisse auf Product-Owner-Seite).

Haben wir noch einen wichtigen Trend übersehen? Wenn Du eine Empfehlung für passende Accounts auf Twitter hast – lass es uns wissen via @productownerbc!

Von Robert

Agile Doing & Marketing für die Mayflower GmbH. Du erreichst mich auf Twitter oder bequem über LinkedIn.

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